Wechsel zu Automobilista 2 – Neues Spiel, neue Setups, neue Herausforderungen

Warum der Wechsel?

Automobilista 2 hat sich in den letzten Jahren zu einer der ambitioniertesten Rennsimulationen auf dem Markt entwickelt. Entwickler Reiza Studios hat mit konsequenten Updates und dem beeindruckenden Tire Model auf Basis der Madness Engine (bekannt aus Project CARS) eine Physik geschaffen, die sich lebendig und authentisch anfühlt. Die Kombination aus brasilianischem Motorsport-Flair, historischen Fahrzeugen und modernen GT-Boliden ist schlicht unwiderstehlich.

Der Hauptgrund für meinen Wechsel war ganz klar: Fahrgefühl. Das Force-Feedback spricht mit meinem Lenkrad auf eine Art und Weise, die ich so vorher nicht kannte. Jede Bodenwelle, jede Gewichtsverschiebung – man spürt das Auto regelrecht durch die Hände.


Mein Equipment

  • VRS-Base - 20NM
  • AMG GT3 Wheel von Cube Controls
  • Simgrade Pro Pedale 3er
  • zusätzlich fahre ich ausschließlich mit VR (META QUEST 3)

Erste Schritte in AMS2

Der Einstieg ist nicht ohne. Wer aus anderen Simulationen kommt, muss zunächst umdenken. Ein paar Dinge, die mir sofort aufgefallen sind:

  • Das Reifenverhalten ist extrem nuanciert. Kalte Reifen verhalten sich wirklich kalt – kein Aufwärmen, kein Grip.
  • Die Fahrzeugklassen sind enorm vielfältig: Von historischen Formel-Fahrzeugen bis hin zu modernen GT3- und Prototypen-Klassen ist alles dabei.
  • Die Streckenauswahl überzeugt mit vielen brasilianischen Schauplätzen wie Interlagos oder Goiânia, aber auch internationalen Klassikern.

Ich habe mich zunächst für den GT3gen2 entschieden – ein guter Einstieg, um die Grundphysik kennenzulernen (da ich ja von ACC komme und mich mit GT3´s auskenne), bevor man in schwerere Fahrzeuge wechselt (LMP´s).

Setup-Erstellung in Automobilista 2

Hier beginnt der eigentlich spannende Teil. AMS2 bietet ein umfangreiches Setup-Menü, das für Einsteiger erst einmal erschlagend wirken kann. Aber mit System und Geduld erschließt sich die Logik dahinter schnell.

Grundprinzipien beim Setup

Ich gehe beim Setup immer in dieser Reihenfolge vor:

  1. Basisabstimmung (Balance) – Zuerst sorge ich dafür, dass das Auto grundsätzlich ausgewogen ist. Über- und Untersteuern werden zuerst grob korrigiert.
  2. Federung & Dämpfer – Dann passe ich Federn und Dämpfer an die Streckenbeschaffenheit an. Auf holprigen Kursen weicher, auf glatten Asphaltstrecken straffer.
  3. Aerodynamik – Abtrieb vs. Top-Speed. Je nach Streckenlayout (viele Kurven vs. lange Geraden) verändere ich Flügel und Splitter.
  4. Getriebe – Die Übersetzung wird zum Schluss auf die längste Gerade der Strecke optimiert.
  5. Reifen-Setup – Sturz, Spur und Reifendruck. Gerade der Reifendruck ist in AMS2 besonders wichtig und sollte nach einer Einfahrtrunde kontrolliert werden.

Mein Workflow für neue Strecken

Für jede neue Streckenkombination lege ich ein neues Setup an und notiere mir meine Änderungen. Ein typischer Ablauf sieht so aus:

  • 10 Runden Freitraining mit dem Basissetup
  • Telemetrie auslesen – AMS2 bietet eine integrierte Telemetrie, die Reifentemperaturen und -drücke anzeigt
  • Gezielte Anpassungen basierend auf dem Fahrgefühl und den Daten
  • Weitere 10 Runden zur Verifikation

Hilfreiche Tools

Neben dem In-Game-Setup nutze ich hauptsächlich:

Recent Activities